Wirtschaftsmediator oder zertifizierter Wirtschaftsmediator – Sie haben die Wahl!

  • Gesetzliche Voraussetzungen für den zertifizierten Mediator

    Nach § 6 MediationsG können Mediatoren ab dem 1. September 2017 als freiwilliges „Gütesiegel“ die Bezeichnung „Zertifizierter Mediator“ führen, wenn sie eine Ausbildung nachweisen können, die den Anforderungen der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) genügt. Das Kernprogramm dieser Rechtsverordnung können Sie einer eigenen Informationsseite entnehmen. Der wichtigste Punkt: Eine Ausbildung zum zertifizierten Mediator muss danach einen Umfang von mindestens 120 Präsenzzeitstunden umfassen.

  • Ausbildung zum zertifizierten Mediator

    Der Gesamtumfang der Münchener Ausbildung zum Wirtschaftsmediator mit allen vier Präsenzmodulen beträgt 120 Präsenzzeitstunden. Der Grundlehrgang (Fernmodul und die folgenden ersten drei Präsenzmodule) berechtigt zur Führung des Titels Wirtschaftsmediator (Münchener Ausbildung – Eidenmüller/Hacke/Fries). Zusammen mit dem optional buchbaren vierten Präsenzmodul erfüllt die Gesamtausbildung die Voraussetzungen eines Ausbildungslehrgangs zum Zertifizierten Mediator nach § 5 Abs. 2 und § 6 MediationsG i.V.m. § 2 Abs. 3 und 4 ZMediat­AusbV. Die Ausbildung zum Zertifizierten Mediator beinhaltet ebenfalls das Angebot der nach der ZMediatAusbV erforderlichen Einzelsupervision eines eigenen Mediationsfalles binnen eines Jahres nach Ende des Ausbildungslehrgangs. Diese Einzelsupervision ist für die Teilnehmer der Münchener Ausbildung zum Wirtschaftsmediator von den Teilnehmergebühren umfasst. Den für diese Einzelsu­pervision erforderlichen eigenen Mediationsfall bringen die Teilnehmer in eigener Verantwortung bei.

  • Fortbildungspflichten für zertifizierte Mediatoren

    Zertifizierte Mediatoren müssen sich nach §§ 3 und 4 ZMediatAusbV in bestimmter Weise fortbilden, um den Titel des Zertifizierten Mediators weiterhin führen zu können. Alle vier Jahre sind Fortbildungen im Umfang von 40 Zeitstunden zu absolvieren. Zudem sind nach Abschluss der Mediationsausbildung innerhalb von zwei Jahren vier Mediationsfälle in Einzelsupervisionen zu reflektieren. Die Münchener Ausbildung zum Wirtschaftsmediator wird diese Fortbildungseinheiten ab dem Jahr 2018 anbieten. Einzelheiten zu den Fortbildungspflichten finden sich auf unserer Informationsseite zum zertifizierten Mediator.

  • Zertifizierung für Teilnehmer früherer Ausbildungen

    Für Teilnehmer früherer Mediationsausbildungen, die noch nicht die in der ZMediatAusbV verlangte Stundenzahl erreichen, bietet die Münchener Ausbildung zum Wirtschaftsmediator im Dezember 2017 ein Aufbaumodul an. Das gilt auch für Teilnehmer der früheren Ausbildung zum Mediator bzw. Wirtschaftsmediator (CVM bzw. MuCDR). Interessenten für das Aufbaumodul erhalten auf einer speziellen Informationsseite weitere Informationen und können sich dort für die Aufbauausbildung anmelden.

  • Fortbildungsveranstaltung für Fachanwälte

    Für an der Ausbildung teilnehmende Rechtsanwälte stellen wir eine Teilnahmebestätigung über die hörende Teilnahme an einer anwaltlichen Fortbildungsveranstaltung aus. Die Rechtsanwaltskammern bescheinigen Anbietern von Fortbildungsveranstaltungen nicht vorab die Eignung für eine Anerkennung nach § 15 FAO. Im Rahmen der Münchener Ausbildung zum Wirtschaftsmediator werden aber im notwendigen Umfang spezifisch anwaltliche Themen aus den Bereichen Verfahrens- und Prozessführung sowie nationales internationales Zivilprozess- und Schiedsverfahrensrecht aufgegriffen. Deswegen halten wir die Münchener Ausbildung zum Wirtschaftsmediator für anerkennungsfähig als Ausbildung bzw. Fortbildung in den Fachanwaltsbereichen Familienrecht, Erbrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht sowie Internationales Wirtschaftsrecht.